Google Ads für Maler: Kosten und Budget
Wie Malerbetriebe ihr Werbebudget planen und die Kosten pro Anfrage einordnen.

Wie entstehen die Kosten?
Bei Google Ads entstehen bei Suchanzeigen üblicherweise Kosten, wenn jemand auf die Anzeige klickt. Der Klickpreis hängt unter anderem vom Wettbewerb, der Suchanfrage und der Qualität der Anzeige ab. Ein festes Ergebnis pro Euro lässt sich deshalb nicht versprechen.
Ein Testbudget planen
Lege zuerst fest, wie viele Anfragen du bearbeiten kannst und was dir ein gewonnener Auftrag wert ist. Ein Tagesbudget von beispielsweise 10 Euro entspricht grob 300 Euro im Monat. Das ist ein Rechenbeispiel, keine Garantie für ausreichende Reichweite oder eine feste Anzahl an Anfragen.
Anfragen wirtschaftlich bewerten
Teile die Werbekosten durch die Zahl der qualifizierten Anfragen. Errechne zusätzlich, wie viele davon zu Aufträgen werden. Beispiel: 300 Euro Werbung und zehn Anfragen ergeben 30 Euro je Anfrage. Werden zwei zu Aufträgen, liegen die Werbekosten bei 150 Euro je gewonnenem Auftrag. Berücksichtige daneben Agenturkosten und deinen Deckungsbeitrag.
Budget nach Auftragswert planen
Überlege zunächst, welche Aufträge du gewinnen möchtest und welchen Betrag du für deren Gewinnung wirtschaftlich einsetzen kannst. Bei einem kleineren Einzelraum fällt die Rechnung anders aus als bei einer umfassenden Fassadensanierung. Ziehe Material, Personal, Fahrt und sonstige Kosten vom Umsatz ab, um den Deckungsbeitrag besser einschätzen zu können. Lege dann einen Testzeitraum und einen Budgetrahmen fest. Besprich auch, ob die Betreuung durch eine Agentur zusätzlich berechnet wird. Ein Tagesbudget ist ein Steuerungswert und keine feste Zusage, dass an jedem Tag exakt derselbe Betrag ausgegeben wird.
Welche Kennzahlen du vergleichen solltest
Klickpreis, Kosten pro Anfrage und Kosten pro gewonnenem Auftrag beantworten unterschiedliche Fragen. Ein günstiger Klick ist wenig wert, wenn daraus selten ein passender Kontakt entsteht. Umgekehrt kann ein teurerer Klick wirtschaftlich sein, wenn er regelmäßig zu guten Aufträgen führt. Erfasse deshalb die ganze Strecke. Frage bei jedem Kontakt nach der gewünschten Leistung und dem Objektstandort. Ordne später zu, ob ein Angebot erstellt und beauftragt wurde. Berücksichtige dabei, dass Kunden erst nach Tagen oder Wochen entscheiden können.
Budget bei wenig Daten anpassen
Wenn nur wenige Klicks entstehen, überprüfe zuerst Freigabestatus, Suchbegriffe, geografische Ausrichtung und Budget. Werden Anzeigen ausgespielt, aber keine Anfragen gesendet, prüfe die Passung von Anzeige und Seite sowie die Erreichbarkeit des Betriebs. Ein höheres Budget löst keine grundlegenden Probleme bei Kontaktformular oder Angebot. Ändere einen Faktor nach dem anderen und dokumentiere die Ergebnisse. Das hilft, auch bei begrenztem Budget fundierte Entscheidungen zu treffen.
Vor dem Start: Aufträge und Kapazitäten festlegen
Eine erfolgreiche Kampagne beginnt mit einer einfachen Frage: Welche Arbeiten möchtest du in den kommenden Wochen tatsächlich ausführen? Ein Betrieb mit freien Kapazitäten für Innenanstriche benötigt andere Anfragen als ein Betrieb, der hauptsächlich Fassaden oder gewerbliche Objekte bearbeitet. Notiere deine wichtigsten Leistungen, typische Auftragsgrößen und die Orte, die du regelmäßig anfährst. So kannst du später besser beurteilen, ob eine Anfrage zu deinem Betrieb passt. Berücksichtige auch, wie schnell du Besichtigungen anbieten kannst und welche Arbeiten du aus organisatorischen Gründen nicht annimmst. Ein voller Terminkalender ist ein guter Anlass, das Budget oder das beworbene Angebot an deine Möglichkeiten anzupassen.
Ein Beispiel aus dem Alltag eines Malerbetriebs
Stell dir einen Malerbetrieb vor, der Wohnungen in Oldenburg und Umgebung streicht. Eine Eigentümerin sucht nach Unterstützung für die Renovierung einer Drei-Zimmer-Wohnung. Sie sieht eine Anzeige, öffnet die Website und möchte wissen, ob der Betrieb in ihrem Stadtteil arbeitet, welche Leistungen er übernimmt und wie sie einen Termin vereinbaren kann. Sind diese Informationen schnell zu finden, kann sie direkt anrufen oder das Formular ausfüllen. Anschließend klärt der Betrieb, welche Räume betroffen sind, ob Möbel vorhanden sind und wann die Arbeiten stattfinden sollen. Erst danach lässt sich entscheiden, ob ein Vor-Ort-Termin und ein Angebot sinnvoll sind. Dieses Beispiel beschreibt einen möglichen Ablauf und verspricht keine bestimmte Anzahl von Anfragen.
Region und Zielgruppe sinnvoll eingrenzen
Dein Werbegebiet sollte zu deinem tatsächlichen Einsatzgebiet passen. Ein großer Radius kann zusätzliche Reichweite bringen, aber auch Anfragen aus Orten erzeugen, die du aus Zeit- oder Kostengründen nicht bedienen möchtest. Denke deshalb in konkreten Städten, Gemeinden und Fahrzeiten. In dicht besiedelten Regionen kann ein kleineres Gebiet ausreichen, während ein ländlicher Betrieb möglicherweise weitere Strecken abdeckt. Prüfe die Standortoptionen in Google Ads und vergleiche sie mit den Orten, aus denen tatsächlich Anfragen kommen. Nicht jede Standortzuordnung ist vollständig oder exakt. Frage im Gespräch nach dem Objektstandort, bevor du einen Besichtigungstermin zusagst.
Von der Suche bis zur Anfrage
Die einzelnen Schritte müssen zusammenpassen. Die Suchanfrage zeigt zunächst ein Bedürfnis, zum Beispiel eine Wohnung streichen zu lassen. Eine passende Anzeige beschreibt die angebotene Leistung und führt auf eine Seite, auf der diese Leistung verständlich erklärt wird. Dort sollte der nächste Schritt klar sein, etwa ein Anruf oder eine Anfrage über ein kurzes Formular. Prüfe diese Strecke selbst auf deinem Smartphone. Lade die Seite über eine mobile Verbindung und kontrolliere, ob Telefonnummer, Eingabefelder und Schaltflächen gut erreichbar sind. Frage auch eine Person außerhalb deines Betriebs, ob sie sofort versteht, was angeboten wird und wie sie Kontakt aufnehmen kann.
Anfragen messen und richtig einordnen
Eine Conversion kann beispielsweise eine abgesendete Anfrage oder ein Anruf sein. Sie ist ein messbarer Kontakt und noch kein gewonnener Auftrag. Teste Formulare und Anrufmessung nach der Einrichtung und überprüfe, ob die Messung mit den geltenden Einwilligungseinstellungen funktioniert. Nicht jeder Kontakt wird technisch vollständig erfasst. Halte deshalb zusätzlich fest, ob eine Anfrage aus deinem Einsatzgebiet stammt, welche Leistung angefragt wurde und ob ein Angebot oder ein Auftrag daraus entstanden ist. Diese Informationen helfen dir, die Qualität einzuschätzen. Vergleiche Zeiträume mit ähnlichen Bedingungen und ändere nicht alle Einstellungen gleichzeitig, sonst wird die Ursache einer Veränderung schwer erkennbar.
Kosten und Wirtschaftlichkeit verstehen
Für eine wirtschaftliche Bewertung reicht die Anzahl der Klicks allein nicht aus. Betrachte die Werbeausgaben, die Zahl qualifizierter Anfragen, die erstellten Angebote und die gewonnenen Aufträge. Ein einfaches Beispiel: Bei 300 Euro Werbeausgaben und zehn passenden Anfragen entstehen rechnerisch 30 Euro pro Anfrage. Wenn daraus zwei Aufträge werden, entsprechen die Werbeausgaben 150 Euro pro Auftrag. Ob sich das lohnt, hängt vom Deckungsbeitrag der Aufträge und weiteren Kosten ab. Agenturkosten, Bearbeitungszeit und mögliche Folgeaufträge gehören ebenfalls in die Betrachtung. Die Zahlen dienen nur zur Veranschaulichung und sind keine Prognose.
Anfragen schnell und verbindlich bearbeiten
Eine gute Kampagne kann Interesse erzeugen. Ob daraus ein Termin entsteht, hängt auch davon ab, wie erreichbar dein Betrieb ist. Lege intern fest, wer Telefon und Postfach betreut und wann Rückmeldungen erfolgen. Wenn du tagsüber auf der Baustelle bist, kann ein Rückrufprozess helfen. Notiere Name, Telefonnummer, Objektstandort, gewünschte Arbeiten und den ungefähren Zeitraum. Vereinbare bei passenden Projekten einen Besichtigungstermin und erkläre, wann der Interessent mit einem Angebot rechnen kann. Falls du einen Auftrag nicht übernehmen kannst, hilft eine kurze Rückmeldung ebenfalls. So wissen Interessenten, woran sie sind, und dein Team behält den Überblick.
Kampagne Schritt für Schritt verbessern
Prüfe regelmäßig, welche Suchanfragen und Leistungen passende Kontakte bringen. Achte auf Rückmeldungen aus dem Betrieb und vergleiche sie mit den verfügbaren Daten im Werbekonto. Wenn viele Anfragen außerhalb deines Gebiets liegen, überprüfe die geografische Ausrichtung und die Angaben auf der Website. Wenn Besucher häufig dieselben Fragen stellen, ergänze diese Informationen auf der Zielseite. Änderungen brauchen Zeit und ausreichend Daten, bevor sich ihre Wirkung sinnvoll beurteilen lässt. Halte fest, was du wann geändert hast. Berücksichtige außerdem Ferien, Wetter und saisonale Nachfrage, weil sie die Zahl der Anfragen beeinflussen können.
Häufige Fragen von Malerbetrieben
Muss ich für jede Leistung eine eigene Kampagne anlegen? Nicht zwingend. Wichtig ist, dass Suchbegriffe, Anzeigen und Zielseite inhaltlich zusammenpassen und du Ergebnisse sinnvoll auswerten kannst. Funktioniert Werbung auch mit einem kleinen Budget? Ein kleiner Test kann Erkenntnisse liefern, aber Reichweite und Anzahl der Kontakte hängen vom Wettbewerb und den örtlichen Klickpreisen ab. Wann sind erste Ergebnisse sichtbar? Klicks können nach Freigabe der Anzeigen entstehen. Ob und wann daraus verwertbare Anfragen werden, lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen. Prüfe daher zunächst die technische Einrichtung und bewerte die Kampagne anhand der tatsächlichen Daten.
Weiterlesen
Alle Schritte zur Kundengewinnung findest du im Ratgeber für Maler und Google Ads.
Unterstützung bei Google Ads
Du möchtest für deinen Malerbetrieb passende Kundenanfragen über Google gewinnen? Wir unterstützen dich bei Kampagne, Website und Erfolgsmessung.
Google Ads Angebot ansehen