Google Ads für Dachdecker: 7 häufige Fehler
Diese Fehler kosten Dachdeckerbetriebe Werbebudget und erschweren die Kundengewinnung.

1. Zu großes Einzugsgebiet
Richte die Kampagne auf Orte aus, in denen du Aufträge tatsächlich annehmen möchtest. Kontrolliere regelmäßig, woher die Anfragen kommen.
2. Unpassende Suchanfragen
Breite Begriffe können auch Jobs oder Anleitungen auslösen. Prüfe die Suchbegriffe und schließe unpassende Themen aus.
3. Unklare Anzeigen
Nenne Leistungen und Region konkret und verwende nur zutreffende Aussagen. Verweise auf eine passende Zielseite.
4. Schwierige Kontaktaufnahme
Eine Telefonnummer und ein kurzes Formular sollten auch mobil leicht zu finden und zu bedienen sein.
5. Fehlende Erfolgsmessung
Erfasse relevante Anfragen technisch korrekt und unter Beachtung der geltenden Einwilligungseinstellungen. Prüfe zusätzlich, ob die Anfragen für deinen Betrieb geeignet sind.
6. Zu frühe Entscheidungen
Beurteile die Kampagne anhand ausreichender Daten und beachte saisonale Schwankungen. Ein paar Klicks reichen nicht für eine belastbare Aussage.
7. Anfragen nicht nachverfolgen
Halte fest, welche Anfragen zu Angeboten und Aufträgen führen. So erkennst du besser, ob sich dein Werbebudget rechnet.
Fehler frühzeitig erkennen
Prüfe die gesamte Kundenreise selbst: Suche nach einer passenden Leistung, öffne die Zielseite und versuche, den Betrieb zu kontaktieren. Kontrolliere, ob das beworbene Angebot sichtbar ist und ob Telefonnummer und Formular funktionieren. Sprich auch mit den Mitarbeitern, die Anrufe entgegennehmen. Sie können oft schnell sagen, ob Interessenten passende Arbeiten anfragen oder falsche Erwartungen mitbringen. Solche Hinweise ergänzen die Auswertungen im Werbekonto.
Was tun bei vielen Klicks ohne Anfragen?
Prüfe zuerst die Suchbegriffe und die Passung der Anzeige zur Zielseite. Kontrolliere anschließend Ladezeit, mobile Darstellung und Kontaktmöglichkeiten. Teste das Formular vollständig und rufe die angegebene Telefonnummer an. Erklärt die Seite die Leistung und das Einzugsgebiet klar? Können Besucher erkennen, wie sie ein Angebot erhalten? Erst wenn diese Grundlagen funktionieren, lassen sich weitere Anpassungen sinnvoll bewerten. Beachte, dass auch die Nachfrage und das Angebot selbst eine Rolle spielen.
Was tun bei vielen unpassenden Kontakten?
Notiere, warum Kontakte nicht passen. Häufen sich Anfragen nach Ausbildungsplätzen, können passende Ausschlüsse helfen. Liegen Objekte häufig außerhalb des Einsatzgebiets, prüfe Standortausrichtung und Formulierungen auf der Seite. Wenn Interessenten andere Leistungen erwarten, passe Anzeigen und Inhalt an. Kontrolliere nach jeder Änderung die Ergebnisse und vermeide übermäßig breite Ausschlüsse. Ziel ist, passende Interessenten zu erreichen und dem Betrieb ausreichend Informationen für eine schnelle Entscheidung zu geben.
Vor dem Start: Aufträge und Kapazitäten festlegen
Eine erfolgreiche Kampagne beginnt mit einer einfachen Frage: Welche Arbeiten möchtest du in den kommenden Wochen tatsächlich ausführen? Ein Betrieb mit freien Kapazitäten für Dachreparaturen benötigt andere Anfragen als ein Betrieb, der hauptsächlich Dachsanierungen oder gewerbliche Objekte bearbeitet. Notiere deine wichtigsten Leistungen, typische Auftragsgrößen und die Orte, die du regelmäßig anfährst. So kannst du später besser beurteilen, ob eine Anfrage zu deinem Betrieb passt. Berücksichtige auch, wie schnell du Besichtigungen anbieten kannst und welche Arbeiten du aus organisatorischen Gründen nicht annimmst. Ein voller Terminkalender ist ein guter Anlass, das Budget oder das beworbene Angebot an deine Möglichkeiten anzupassen.
Ein Beispiel aus dem Alltag eines Dachdeckerbetriebs
Stell dir einen Dachdeckerbetrieb vor, der Dächer in Oldenburg und Umgebung repariert. Eine Eigentümerin bemerkt undichte Dachziegel und sucht Unterstützung. Sie sieht eine Anzeige, öffnet die Website und möchte wissen, ob der Betrieb ihren Ort anfährt, welche Dacharbeiten er anbietet und wie sie einen Termin vereinbaren kann. Sie ruft an und beschreibt den Schaden. Der Betrieb fragt nach Objektstandort, Zugänglichkeit und Dringlichkeit und vereinbart bei einem passenden Projekt eine Besichtigung. Danach kann er den Umfang einschätzen und ein Angebot erstellen. Dieses Beispiel beschreibt einen möglichen Ablauf und verspricht keine bestimmte Anzahl von Anfragen.
Region und Zielgruppe sinnvoll eingrenzen
Dein Werbegebiet sollte zu deinem tatsächlichen Einsatzgebiet passen. Ein großer Radius kann zusätzliche Reichweite bringen, aber auch Anfragen aus Orten erzeugen, die du aus Zeit- oder Kostengründen nicht bedienen möchtest. Denke deshalb in konkreten Städten, Gemeinden und Fahrzeiten. In dicht besiedelten Regionen kann ein kleineres Gebiet ausreichen, während ein ländlicher Betrieb möglicherweise weitere Strecken abdeckt. Prüfe die Standortoptionen in Google Ads und vergleiche sie mit den Orten, aus denen tatsächlich Anfragen kommen. Nicht jede Standortzuordnung ist vollständig oder exakt. Frage im Gespräch nach dem Objektstandort, bevor du einen Besichtigungstermin zusagst.
Von der Suche bis zur Anfrage
Die einzelnen Schritte müssen zusammenpassen. Die Suchanfrage zeigt zunächst ein Bedürfnis, zum Beispiel eine Dach reparieren zu lassen. Eine passende Anzeige beschreibt die angebotene Leistung und führt auf eine Seite, auf der diese Leistung verständlich erklärt wird. Dort sollte der nächste Schritt klar sein, etwa ein Anruf oder eine Anfrage über ein kurzes Formular. Prüfe diese Strecke selbst auf deinem Smartphone. Lade die Seite über eine mobile Verbindung und kontrolliere, ob Telefonnummer, Eingabefelder und Schaltflächen gut erreichbar sind. Frage auch eine Person außerhalb deines Betriebs, ob sie sofort versteht, was angeboten wird und wie sie Kontakt aufnehmen kann.
Anfragen messen und richtig einordnen
Eine Conversion kann beispielsweise eine abgesendete Anfrage oder ein Anruf sein. Sie ist ein messbarer Kontakt und noch kein gewonnener Auftrag. Teste Formulare und Anrufmessung nach der Einrichtung und überprüfe, ob die Messung mit den geltenden Einwilligungseinstellungen funktioniert. Nicht jeder Kontakt wird technisch vollständig erfasst. Halte deshalb zusätzlich fest, ob eine Anfrage aus deinem Einsatzgebiet stammt, welche Leistung angefragt wurde und ob ein Angebot oder ein Auftrag daraus entstanden ist. Diese Informationen helfen dir, die Qualität einzuschätzen. Vergleiche Zeiträume mit ähnlichen Bedingungen und ändere nicht alle Einstellungen gleichzeitig, sonst wird die Ursache einer Veränderung schwer erkennbar.
Kosten und Wirtschaftlichkeit verstehen
Für eine wirtschaftliche Bewertung reicht die Anzahl der Klicks allein nicht aus. Betrachte die Werbeausgaben, die Zahl qualifizierter Anfragen, die erstellten Angebote und die gewonnenen Aufträge. Ein einfaches Beispiel: Bei 300 Euro Werbeausgaben und zehn passenden Anfragen entstehen rechnerisch 30 Euro pro Anfrage. Wenn daraus zwei Aufträge werden, entsprechen die Werbeausgaben 150 Euro pro Auftrag. Ob sich das lohnt, hängt vom Deckungsbeitrag der Aufträge und weiteren Kosten ab. Agenturkosten, Bearbeitungszeit und mögliche Folgeaufträge gehören ebenfalls in die Betrachtung. Die Zahlen dienen nur zur Veranschaulichung und sind keine Prognose.
Anfragen schnell und verbindlich bearbeiten
Eine gute Kampagne kann Interesse erzeugen. Ob daraus ein Termin entsteht, hängt auch davon ab, wie erreichbar dein Betrieb ist. Lege intern fest, wer Telefon und Postfach betreut und wann Rückmeldungen erfolgen. Wenn du tagsüber auf der Baustelle bist, kann ein Rückrufprozess helfen. Notiere Name, Telefonnummer, Objektstandort, gewünschte Arbeiten und den ungefähren Zeitraum. Vereinbare bei passenden Projekten einen Besichtigungstermin und erkläre, wann der Interessent mit einem Angebot rechnen kann. Falls du einen Auftrag nicht übernehmen kannst, hilft eine kurze Rückmeldung ebenfalls. So wissen Interessenten, woran sie sind, und dein Team behält den Überblick.
Kampagne Schritt für Schritt verbessern
Prüfe regelmäßig, welche Suchanfragen und Leistungen passende Kontakte bringen. Achte auf Rückmeldungen aus dem Betrieb und vergleiche sie mit den verfügbaren Daten im Werbekonto. Wenn viele Anfragen außerhalb deines Gebiets liegen, überprüfe die geografische Ausrichtung und die Angaben auf der Website. Wenn Besucher häufig dieselben Fragen stellen, ergänze diese Informationen auf der Zielseite. Änderungen brauchen Zeit und ausreichend Daten, bevor sich ihre Wirkung sinnvoll beurteilen lässt. Halte fest, was du wann geändert hast. Berücksichtige außerdem Ferien, Wetter und saisonale Nachfrage, weil sie die Zahl der Anfragen beeinflussen können.
Häufige Fragen von Dachdeckerbetrieben
Muss ich für jede Leistung eine eigene Kampagne anlegen? Nicht zwingend. Wichtig ist, dass Suchbegriffe, Anzeigen und Zielseite inhaltlich zusammenpassen und du Ergebnisse sinnvoll auswerten kannst. Funktioniert Werbung auch mit einem kleinen Budget? Ein kleiner Test kann Erkenntnisse liefern, aber Reichweite und Anzahl der Kontakte hängen vom Wettbewerb und den örtlichen Klickpreisen ab. Wann sind erste Ergebnisse sichtbar? Klicks können nach Freigabe der Anzeigen entstehen. Ob und wann daraus verwertbare Anfragen werden, lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen. Prüfe daher zunächst die technische Einrichtung und bewerte die Kampagne anhand der tatsächlichen Daten.
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Alle Schritte zur Kundengewinnung findest du im Ratgeber für Dachdecker und Google Ads.
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